...ab dem ersten bis zum letzten Ton mit fulminanter instrumentaler Perfektion und sensibler Diktion voller Verstand und Verständnis für Rachmaninows zweites Klavierkonzert...
( nmz, 29.03.2011 )

...Mona Asuka Ott wählte eine Mozart-Sonate für den Einstieg – eine große Herausforderung, denn hier vermag man kaum mit Virtuosität zu blenden. Dennoch konnte sie auch hier zeigen, dass sie fast schon maschinenhaft perfekt ist. Die Deutsch-Japanerin spielte den Kopfsatz der Sonate KV 310 mit metronomischer Präzision, fantastisch gleichmäßigen Läufen und doch in hohem Maße musikalisch differenziert. Am besten allerdings gelang ihr der langsame Satz. Unendlich singend, mit großer Geste ließ sie die Melodien aufblühen, als wenn sie eine große Opernarie imitieren wollte. Das war vollendetes Klavierspiel...  ( Donaukurier, 24.02.2011 )

Ein Meer von Ausdruckskraft

[…] wenn Mona Asuka Ott zu spielen beginnt, schafft sie einen eigenen Kosmos um sich, in dem das Publikum versinkt.[…] Nach dem kurzen Einstiegstück,  Präludium und Fuge e-moll op.35 von Felix Mendelssohn Bartholdy, kommt sie zu Ludwig van Beethovens Sonate G-Dur op. 31/1, einem heiteren und humorvollen Werk aus seiner mittleren Schaffensperiode, in der es dem Komponisten gesundheitlich bereits sehr schlecht ging. Die Pianistin kombiniert ihre brillante Technik mit einem Meer an Ausdruckskraft und adelt die Sonate zum Höhepunkt des ersten Programmteils. Sahnestückchen von Frederic Chopin folgen. Die aufbrausende Revolutions-Etüde, das träumerische Nocturne Des Dur op. 27/2 und die auftrumpfende >Polonaise Heroique< sind ein musikalisches Erlebnis schlechthin. Drei selten zu hörende Klavierstücke (op.post. D946) von Franz Schubert schließen sich an. Geprägt vom ständigen Wechsel zwischen Dur und Moll entwickeln die drei Werke eine eigene Motorik. die Mona Asuka Ott mit Eleganz und Verve vorantreibt. Doch den stärksten Trumpf behält die Pianistin bis zum Schluss im Ärmel. Franz Liszts 1864 komponierte Rhapsodie Espagnole gelingt ihr als rasantes Meisterstück, eine schiere Fingerzauberei auf der Tastatur. Und weil sie schon mal bei diesem "mörderischen" Tempo ist, gönnt sie dem begeistert applaudierenden Publikum Rimski-Korsakows "Hummelflug" als Zugabe. (Fränkische Musiktage, Doris Huhn)

Rasende Triller

Die junge Pianistin Mona Asuka Ott begeistert beim Klavierfestival Ruhr auf Schloss Hohenlimburg. [...] Gerade Franz Liszt schätzt die bereits vielfach preisgekrönte Musikstudentin. Venezia e Napoli mit dem Barkarolen-Zitat am Schluss hat sie ebenso auf das Programm gesetzt wie die Rhapsodie espagnole: hochvirtuose Stücke, bei denen Mona Asuka Ott mit ihrem profunden technischen Können verblüfft und alles vorführen kann, was sie an Finessen beherrscht. Da rasen die Triller durch die Oktaven, die Bässe donnern wild; Mona Asuka Ott gestaltet mit größter Begeisterung Liszts italienische und spanische Klanggemälde zu farbigen Hörbildern aus. Ebenso temperamentvoll wird sie sich später mit Chopins Polonaise heroic als Zugabe verabschieden. [...] In Franz Schuberts posthumen drei Klavierstücken D 946 zeigt sie dann aber auch, dass sie bei allem Elan und allem zupackenden Überschwang ein feines Gespür für leise Zwischentöne und ein sensibles Tempobewusstsein hat ". (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

Ein Talent mit großer Perspektive

... Bei der BASF-Klaviermatinee in Ludwigshafen wurde ihr Scarlatti-Beethoven-Liszt-Schubert-Programm mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Dass man es mit einer waschechten musikalischen Frühbegabung zu tun hatte, war gleich nach den ersten Takten von Domenico Scarlattis a-moll Sonate (K 175) klar. Mona Asuka Ott spielte sehr überlegen und selbstbewusst, ohne jegliche Spur von Unsicherheit. Dabei blieb es dann auch bis zum Schluss. Für ihr Alter mochte das erstaunlich erscheinen, angesichts des bisherigen Lebenslaufs der Senkrechtstarterin war es nicht anders zu erwarten. Die Pianistin präsentierte also die vier Scarlatti-Sonaten am Anfang ihres Programms im BASF Gesellschaftshaus mit sehr entschlossenem Zugriff und ausgesprochen bravourös. Ihre außerordentlich flinken Finger exponierten Scarlattis perlenden Läufe rasant, perfekt ausgeglichen und gestochen klar durchartikuliert. Aufmerksam ließ zudem (und nicht nur bei Scarlatti) die sehr gezielte Linienführung, die eindringliche Art, auf die die junge Pianistin Nebenstimmen oder kontrapunktische Elemente stets mit Nachdruck hervorhob. [...] Keine Frage, Mona Asuka Ott kann sehr viel, ist heute schon eine Virtuosin von Format, die sich auf Klavierakrobatik bestens versteht, was sie eindrücklich demonstrierte bei "Venezia e Napoli" und bei der Spanischen Rhapsodie von Liszt sowie mit ihrer Zugabe, dem "Hummelflug", einem kurzen Kabinettstück von Rimskij-Korsakow. Von ausgeprägtem Klangsinn zeugten überdies die dramatische düstren Eintrübungen in "Venezia e Napoli". Nicht zu vergessen auch einige zwingend gestaltete Stellen in den "Drei Klavierstücken", einem Spätwerk von Schubert (D 946), so etwa die erregt energische Klangrede im ersten Stück und immer wieder beredte, feine Zwischentöne. [...] (Die Rheinpfalz, Gabor Halasz)

Jagdschloss Springe

"Mit Superlativen sollte man sparsam umgehen. Was jedoch Mona Asuka Ott beim Jagdschlosskonzert am Sonntagabend präsentierte, verdiente durchgängig die Traumnote "ausgezeichnet". Ob in Wolfgang Amadeus Mozarts "Rondo D-Dur KV 485", Ludwig van Beethovens "Sonate pathètique op. 13", Robert Schumanns "Papillons op. 2" oder dem virtuosen Bravourstück von F. List "Venezia e Napoli" - die Künstlerin war stets fingertechnisch so präzise und rhythmisch sicher, dass sie sich interpretatorische Freiheiten mit einem Lächeln erlauben konnte [...] ( Neue Deister Zeitung, Springe)

Stadthalle Bayreuth / Ein mitreißender Abend

Mona Asuka Ott begeisterte am Klavier beim jüngsten Konzert der Hofer Symphoniker in der Bayreuther Stadthalle

[...] Wenn die junge Deutschjapanerin Mona Asuka Ott mit dem gut einstudierten Orchester das andere berühmte Stück des Norwegers spielt, also das a-Moll-Klavierkonzert, hören wir, dass Heiterkeit etwas sehr Aggressives ist. Der Schlusssatz des durch und durch inspirierten Werks prescht forsch voran: Man spürt etwas von jener Unruhe, die den lebenslang skeptischen Grieg vor allem geschmacklosen Pathos zurückschrecken ließ. Mona Asuka Ott und die Symphoniker betonen weniger die scheinbar romantischen Elemente des Konzerts, die es zu einem Nachkömmling des Klavierkonzerts von Robert Schumann machen. Sie setzen nicht allein auf den noblen, auch auf den erfrischenden Ton: und auf den modernen. [...] Kein Wunder, denn Mona Asuka Ott besitzt den Familiensinn der hochmusikalischen Talente, die in der "Romantik" stets die Moderne entdecken. Allein der langsame Satz muss nicht auf die tiefe Emotion verzichten. In der "Rosenkavalier"-Tonart Des-Dur bringt die sensible Musikerin ein Orchesterlied mit kontrolliertem Pedal. Der Beifall war schon nach dem Klavierkonzert so stark, dass Mona Asuka Ott sich zum Hummelflug provoziert sah. [...] ( Bayreuth, Nordbayrischer Kurier )